Vielleicht eine Stimmungssache, aber während mich die neueren Goldts meistens durchweg begeistern, und man sich viele Wörter und Formulierungen merken will, ist mir das hier zuviel lahmer Nonsens.
Die zwanghaft-scherzhafte rituelle Abneigung zwischen Bayern und Preußen.
Natürlich auch hier schon genialer Sinn für Floskeln: "Für mich hat Essen wahnsinnig viel mit Sinnlichkeit zu tun, mit Lusterfahrung."
Am besten gefällt mir die Aufzählung von fiktiven, verblichenen Showgrößen: Hilde Himberti, Godl Trümmerwein, Paul zur Brücke, Hasso Schacht. Namen ausdenken, wer das kann, gehört schon zu den großen. Das ist immer ein ärgerlicher Aspekt bei den Lesebühnen, weil da Menschen "aus dem Volk" immer Schlibrowski oder Karsunke heißen müssen.